27.04.2026
Mehrtages-Trekking in der Schweiz – so planst du deine erste Frühlingstour
27.04.2026
Es gibt Landschaften, die sich nicht in einem Tag erschliessen lassen. Täler, die sich erst nach einer Nacht draussen wirklich öffnen. Aussichten, die man sich erst erwandern muss. Mehrtages-Trekking in der Schweiz bedeutet genau das: ankommen, wo Tagesausflügler nicht hinkommen.
April und Mai sind ideale Monate, um die erste Mehrtagestour der Saison zu planen und zu erleben. Im April öffnet die Natur langsam wieder, die Wege in mittleren Lagen werden begehbar und die Vorfreude wächst. Im Mai sind die Bedingungen dann vielerorts perfekt: mehr Hütten geöffnet, längere Tage, mildere Nächte. Wer früh plant, startet in den schönsten Wochen des Jahres mit klarem Kopf und guter Vorbereitung.
Die Natur kommt so langsam wieder in Bewegung. Schmelzwasser füllt Bäche, Wiesen zeigen erstes Grün und die Wege sind noch ruhig. Wer mehrtägige Touren mag, schätzt genau das: wenig Betrieb, echte Stille und das Gefühl, die Landschaft fast für sich alleine zu haben.
Während der April eher für die Planung und erste Touren in tieferen Lagen geeignet ist, öffnet der Mai den Zugang zu höheren Regionen. Die Kombination aus beiden Monaten gibt dir ein ganzes Frühlingsfenster für deine erste grosse Tour der Saison.
Nicht jede Mehrtagestour ist gleich. Je nach Erfahrung, Fitness und Zeitbudget gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Hütten-zu-Hütten-Trekking: Du übernachtest in Berghütten des SAC oder privaten Unterkünften. Kein Zelt, kein schweres Gepäck – dafür Reservationspflicht und feste Routen. Ideal für den Einstieg.
Campingtour: Du trägst alles mit dir und übernachtest auf Campingplätzen. Mehr Flexibilität, aber auch mehr Gewicht. Gut für alle, die Unabhängigkeit schätzen.
Kombinierte Route: Eine Mischung aus Hüttenübernachtungen und Campingplätzen. Besonders praktisch auf langen Routen, wo nicht überall Hütten verfügbar sind.
Für Ende April / Anfang Mai empfehlen sich Routen im Berner Oberland, im Appenzellerland oder entlang des Juras – Regionen, die früh zugänglich sind und abwechslungsreiche Landschaften bieten.
Eine gute Mehrtagestour beginnt am Schreibtisch. Folgende Punkte helfen, die Tour solide vorzubereiten:
Das Gewicht des Rucksacks entscheidet oft darüber, wie viel Freude eine Tour macht. Für ein Hütten-Trekking über drei Tage sind 8 bis 12 kg ein realistischer Richtwert. Wer zeltet, rechnet mit etwas mehr.
Was auf keiner Mehrtagestour fehlen darf:
Was oft vergessen wird: Blasenpflaster, ein leichtes Hüttenschlafsack-Inlett und eine kleine Stirnlampe.
Wer einmal mehrtägig gewandert ist, versteht schnell, warum viele Menschen immer wieder zurückkehren. Es ist nicht nur die Landschaft – es ist der Rhythmus. Aufstehen mit dem Licht, den Tag nach dem Gelände richten, abends mit müden Beinen und vollem Herz ankommen.
Diese Entschleunigung passiert nicht sofort. Oft erst am zweiten Tag, wenn der Alltag wirklich losgelassen hat. Genau dann beginnt das eigentliche Trekking-Erlebnis.
Mehrtages-Trekking in der Schweiz braucht keine perfekten Bedingungen – aber gute Vorbereitung. Wer im April zu planen beginnt und im Mai loswandert, hat Zeit, Routen zu recherchieren, Hütten zu reservieren und das Gepäck zu optimieren. So startet die erste grosse Tour der Saison nicht mit Stress, sondern mit Vorfreude.
Die meisten SAC-Hütten öffnen zwischen Mai und Juni, einzelne bereits im April. Eine Reservierung direkt bei der jeweiligen Hütte oder über die SAC-Website ist empfehlenswert
Für Einsteiger sind 12 bis 18 km pro Tag mit moderatem Höhenprofil ein guter Richtwert. Erfahrene Trekker können auch 20–25 km einplanen.
Nein, aber SAC-Mitglieder profitieren von reduzierten Übernachtungspreisen.
Ja, wenn die Route gut gewählt ist. Tiefere und mittlere Lagen sind im April bereits gut begehbar und bieten ideale Bedingungen für erste Mehrtagstouren.
Jede gute Route hat Abkürzungen oder Talabstiege. Im Zweifelsfall lieber eine Etappe kürzen als bei schlechtem Wetter weiterzumachen